Wie ich denke & führe
Ich glaube nicht, dass eine einzelne Person eine Organisation überblicken kann.
Deshalb höre ich zu, recherchiere, analysiere und hole mir die Perspektiven der Menschen, die an einem Problem beteiligt sind oder davon betroffen sind. Aus meinem Team, aus angrenzenden Bereichen und manchmal von außen.
Dabei interessiert mich nicht nur die hierarchische Perspektive. Ich möchte verstehen, wie ein Problem entlang des gesamten Leistungserstellungsprozesses entsteht und wo unterschiedliche Sichtweisen aufeinandertreffen.
Ich entwickle aus diesen Perspektiven ein Bild und daraus eine Richtung.
Die Entscheidung treffe ich. Die Verantwortung bleibt bei mir.
Ich führe nicht über möglichst viel Kontrolle. Ich möchte Menschen befähigen, Verantwortung zu übernehmen und Lösungen selbst weiterzuentwickeln.
Das zeigt sich auch darin, wie ich Strukturen entwickle: Ich suche nicht nach Lösungen, die dauerhaft von mir abhängig sind. Wenn etwas funktioniert, sollte es irgendwann auch ohne mich funktionieren.
Deshalb denke ich häufig eine Ebene tiefer.
Wenn ein Problem immer wieder auftaucht, frage ich nach den Strukturen dahinter: nach Prozessen, Rollen, Verantwortlichkeiten, Schnittstellen oder fehlenden Fähigkeiten.
Und ich interessiere mich für das, was morgen daraus entsteht.
Veränderung, die nur auf dem Papier existiert, reicht mir nicht. Entscheidend ist für mich, ob sie im Alltag funktioniert und langfristig trägt.